Dein iRating ist die Zahl, mit der iRacing deine Renn-Pace und deine Ergebnisse misst – je höher sie ist, desto stärker das Feld, in dem du fährst. Jeder neue Account startet bei 1350. Nach jedem offiziellen Rennen steigt sie, wenn du besser abschneidest, als die iRatings deiner Gegner es erwarten lassen, und sie fällt, wenn du zurückfällst. Sauber und weit vorne ankommen lässt sie wachsen.
Was iRating überhaupt ist
iRating (kurz iR) ist iRacings Matchmaking-Wert für dein fahrerisches Können. Er sagt nicht, wie sauber du fährst – das ist das Safety Rating – sondern wie schnell und konstant du im Vergleich zu anderen ins Ziel kommst. Das System ist an das Elo-Verfahren aus dem Schach angelehnt: Es schätzt vor jedem Rennen, wo du statistisch landen solltest, und vergleicht das danach mit deinem echten Ergebnis.
Der Zweck dahinter ist simpel: iRacing will, dass du gegen ähnlich schnelle Leute fährst. Genau dafür gibt es die Zahl.
1350 zum Start – und für jede Disziplin getrennt
Legst du einen neuen Account an, stehst du überall bei 1350 iR. Wichtig für Einsteiger: Du hast nicht ein iRating, sondern fünf – eins pro Renn-Kategorie. Seit der Season 2 im Jahr 2024 sind das:
- Oval
- Sports Car (Tourenwagen, GT & Co. auf Rundstrecken)
- Formula Car (offene Einsitzer)
- Dirt Oval
- Dirt Road
Damals wurde die alte „Road“-Lizenz in Sports Car und Formula Car aufgeteilt; wer schon fuhr, bekam seinen Road-Wert in beide neuen Kategorien kopiert. Für dich heißt das heute: Dein GT-iRating und dein Formel-iRating entwickeln sich komplett unabhängig. Ein 3000er im Formelwagen kann in einem GT3 trotzdem bei 1350 anfangen.
Wie iRacing deine iRating berechnet
Stell dir jedes Rennen als lauter gleichzeitige Zweikämpfe vor. iRacing tut so, als hättest du gegen jeden Fahrer vor dir im Ziel ein Duell verloren und gegen jeden hinter dir eins gewonnen. Aus all diesen Duellen zusammen ergibt sich deine iRating-Änderung.
Wie viele Punkte pro Duell wechseln, hängt von den beiden iRatings ab: Schlägst du jemanden mit deutlich höherem iRating, nimmst du ihm viele Punkte ab. Verlierst du gegen jemanden, der ohnehin viel langsamer eingestuft ist, kostet dich das kräftig. Wer gleich stark ist, tauscht kaum etwas.
Was nicht einfließt: deine Incident-Punkte, deine Startposition und wie viele Plätze du gutgemacht hast. Nur, wer am Ende vor oder hinter dir steht, zählt. Ein Dreher kostet dich also nur indirekt iRating – nämlich dann, wenn du dadurch Plätze verlierst.
Strength of Field und Splits – warum das Feld entscheidet
Melden sich für eine Session mehr Fahrer an, als in ein Rennen passen, teilt iRacing sie in mehrere Rennen auf – die Splits. Sortiert wird nach iRating, damit du gegen dein Niveau fährst. Der Split mit den schnellsten Fahrern heißt Top-Split.
Jeder Split hat eine Strength of Field (SoF), den durchschnittlichen iRating aller Fahrer darin. Sie zeigt dir grob, wie stark das Feld ist und wie viel auf dem Tisch liegt: In einem starken Feld sind mehr Punkte zu holen – aber auch zu verlieren. Die Feldgröße dämpft dabei die Ausschläge: In großen Rennen schwankt dein iRating pro Rennen weniger als in einem Duell zu fünft.
Wie du dein iRating steigerst
Es gibt keinen Trick, aber ein sehr verlässliches Muster. So holst du am meisten heraus, ohne dich zu verheizen:
- Komm ins Ziel. Ein zu Ende gefahrenes Rennen im Mittelfeld bringt fast immer mehr als ein Angriff, der im Kies endet. DNFs sind der häufigste iRating-Killer.
- Ziel: obere Hälfte des Splits. Als grobe Faustregel gewinnst du iRating, wenn du besser als der Durchschnitt abschneidest. Vor der Hälfte des Feldes ins Ziel zu kommen, ist die einfachste Ansage.
- Fahr gegen Stärkere. Schlägst du Fahrer mit höherem iRating, bringt jeder einzelne davon überdurchschnittlich viele Punkte.
- Qualifiziere dich nach vorn. Ein guter Startplatz kostet dich keine iRating, macht dir das gute Ergebnis aber viel leichter – kein Aufholen durch Pulks, weniger Crashgefahr.
- Fahr gut besetzte Serien. Volle Felder liefern stabilere, planbarere Gewinne als halbleere Splits mit wenigen Fahrern.
- Fahr regelmäßig. Am Anfang schwankt die Zahl stark, weil das System dein echtes Niveau erst sucht. Nach ein paar Dutzend Rennen pendelt sie sich ein.
Typische Irrtümer, die uns selbst Rundenzeit gekostet haben
- „Incidents senken mein iRating.“ Nein – die zählen aufs Safety Rating. Aufs iRating wirken sie nur, wenn du dadurch Plätze verlierst.
- „Ich muss unbedingt aufs Podium.“ Musst du nicht. Über viele Rennen bringt konstant P6 in der oberen Hälfte mehr als abwechselnd P1 und Ausfall.
- „Poleposition schützt mein iRating.“ Nur das Endergebnis zählt. Von vorne wegfahren hilft nur, weil es das Ergebnis absichert.
- „Ein hohes iRating gilt überall.“ Es gilt pro Kategorie. Wer im Formelwagen stark ist, fängt im Oval bei 1350 an.
iRating vs. Safety Rating – kurz auseinandergehalten
Beide Zahlen gehören zusammen, messen aber Verschiedenes. Das Safety Rating (SR) steht für sauberes Fahren und wenige Zwischenfälle und entscheidet über deine Lizenzklasse (Rookie bis A). Das iRating steht für Tempo und Ergebnisse und entscheidet, in welchem Split du landest. Du kannst ein hohes SR und ein niedriges iRating haben – oder umgekehrt. Für den Aufstieg brauchst du beides: sicher genug, um die Lizenz zu behalten, schnell genug, um vorne mitzufahren.
Wenn du deine Rennen einordnen und gezielt an Pace und Konstanz arbeiten willst, findest du bei uns im iRaceCommunity-Discord Leute auf deinem Niveau, gemeinsame Race-Nights und ehrliches Feedback zu deinen Runden. Schau vorbei: discord.gg/JMsP7QRJmf.
Häufige Fragen
Mit welchem iRating startet man bei iRacing?
Jeder neue Account beginnt in jeder Renn-Kategorie bei 1350 iRating. Erst nach mehreren Rennen pendelt sich die Zahl auf dein tatsächliches Niveau ein.
Wie steigt mein iRating am schnellsten?
Indem du sauber ins Ziel kommst und besser als die obere Hälfte deines Splits abschneidest. Stärkere Gegner zu schlagen und gut besetzte Serien zu fahren, bringt die stabilsten Gewinne.
Senken Incidents mein iRating?
Nein. Incident-Punkte zählen aufs Safety Rating. Aufs iRating wirken sie nur indirekt – nämlich dann, wenn du durch einen Fehler Plätze verlierst.
Habe ich nur ein iRating?
Nein, du hast fünf: Oval, Sports Car, Formula Car, Dirt Oval und Dirt Road. Jede Kategorie zählt getrennt, ein hohes iRating in einer gilt nicht in einer anderen.
Was ist der Unterschied zwischen iRating und Safety Rating?
Das iRating misst Tempo und Ergebnisse und bestimmt deinen Split. Das Safety Rating misst sauberes Fahren und entscheidet über deine Lizenzklasse. Beide sind unabhängig voneinander.
