Eine Race Night bei uns ist ein fester Abend, an dem wir aus der Community gemeinsam in iRacing an den Start gehen — meist in einer eigenen Hosted-Session, damit alle im selben Rennen landen statt in getrennten Splits. Der Ablauf ist immer gleich: kurzes freies Training, Qualifying, dann das Rennen. Der Voice-Chat läuft die ganze Zeit auf Discord mit, und hinterher besprechen wir Ergebnisse und die eine Bremszone, die keiner getroffen hat.
Was eine Race Night von einem offiziellen Rennen unterscheidet
Im normalen iRacing-Betrieb meldest du dich für ein offizielles Rennen an und das System steckt dich in einen sogenannten Split — eine von mehreren parallel laufenden Kopien desselben Rennens, sortiert nach iRating (der Zahl, die dein Fahrkönnen abbildet). Bei großen Feldern fahren so hunderte Leute gleichzeitig, aber eben in getrennten Rennen. Wen du kennst, siehst du dann oft gar nicht.
Eine Race Night dreht das um. Wir fahren in einer Hosted-Session — einem selbst erstellten Rennen, in dem wir Auto, Strecke, Wetter und Startzeit festlegen. Dadurch landen alle aus der Runde garantiert im selben Rennen, an derselben Startaufstellung. Für uns als Community kostet das kaum etwas: Eine Hosted-Session zahlt nur der Host, aktuell rund einen halben Cent pro Minute Sessiondauer (Stand 2026). Wer mitfährt, zahlt nichts extra.
Der Abend Schritt für Schritt
So sieht eine typische Race Night bei uns von innen aus:
- Ankommen im Voice. 20 bis 30 Minuten vor dem Start trudeln alle im Discord-Sprachkanal ein. Kurzes Hallo, wer fährt heute mit, welches Auto, welche Strecke — das steht vorher fest, damit jeder das passende Setup laden kann.
- Freies Training. Die Session startet mit offenem Training. Hier fährst du dich ein, checkst Reifendruck und Bremspunkte und findest heraus, ob dein Setup zur heutigen Streckentemperatur passt. Kalte Reifen in Runde eins sind der Klassiker, an dem sich Neue drehen.
- Qualifying. Danach läuft die Zeitenjagd. Bei Rundkursen sind meist alle gleichzeitig auf der Strecke, bei Ovalen fährt jeder allein. Deine schnellste saubere Runde bestimmt den Startplatz. Bei einer entspannten Race Night überspringen wir das Qualifying auch mal und starten nach Los oder umgekehrter Reihenfolge.
- Das Rennen. Grüne Flagge, und dann geht es um Positionen statt um Rundenzeiten. Weil wir uns kennen, wird sauber gefahren — kein Kamikaze in Kurve eins, weil man den anderen morgen wieder im Voice hört.
- Debrief. Nach der Zielflagge bleiben fast alle im Voice. Wer hatte welchen Zweikampf, wo war die schnelle Linie, warum ist Runde 12 auseinandergefallen — das ist der Teil, der dich als Fahrer wirklich weiterbringt.
Warum wir in einer eigenen Session fahren
Der Hauptgrund sind die schon erwähnten Splits. Im offiziellen Rennen entscheidet dein iRating, in welchem Split du landest, und die Strength of Field (SoF — der iRating-Durchschnitt aller Teilnehmer) legt fest, wie viele Punkte es gibt. Für einen gemütlichen Abend unter Bekannten ist das der falsche Rahmen: Man wird auseinandergerissen und es hängt Wertungsdruck dran.
In unserer Hosted-Session gibt es keinen Split und keinen SoF-Stress. Es zählt nicht dein Rang, sondern dass alle zusammen fahren. Für Einsteiger hat das noch einen Vorteil: Auch dein Safety Rating (SR — der Wert, der misst, wie sauber du fährst) steht hier nicht so unter Beschuss wie in einem vollen offiziellen Feld mit fremden Fahrern.
Was uns beim ersten Mal selbst überrascht hat
Ein paar Dinge, die wir am Anfang unterschätzt haben und die dir eine ruhigere erste Race Night sparen:
- Incident Points kommen schneller als gedacht. Schon ein Rad neben der Strecke zählt in manchen Kurven als ein Zählerpunkt (1x). Vier davon gibt es fürs Drehen oder für Kontakt. Wer das weiß, fährt in Runde eins bewusst zwei Handbreit vorsichtiger.
- Setup vorher laden, nicht erst im Training. Nichts nervt die Runde mehr als jemand, der nach dem Qualifying merkt, dass er mit dem falschen Setup unterwegs war.
- Voice-Chat ist die halbe Miete. „Vorsicht innen“ eine Sekunde vor der Kurve verhindert mehr Unfälle als jede Setup-Optimierung.
- Kalte Reifen und volles Benzin. Das Auto fühlt sich in den ersten Runden anders an als im Training mit halbem Tank. Das ist normal — nicht sofort am Setup zweifeln.
Für wen die Race Night gedacht ist
Kurz gesagt: für alle. iRacing kennt Lizenzstufen von Rookie über D, C, B bis A, und man verdient sich die höheren Stufen mit sauberem Fahren über die Zeit. Bei einer Hosted-Session unter uns spielt deine Stufe aber keine Rolle — du kannst als frischer Rookie in dein erstes Rennen mit echten Menschen gehen, ohne in ein 40-Mann-Feld voller Fremder geworfen zu werden. Genau dieser geschützte erste Kontakt ist der Grund, warum wir die Race Nights überhaupt fahren.
Wir sind selbst eine junge Community (gestartet 2025) und erinnern uns gut daran, wie einschüchternd der erste offizielle Splitmit wildfremden Leuten war. Die Race Night ist unser Gegenentwurf: erst zusammen fahren lernen, dann irgendwann in die offiziellen Rennen — mit Leuten im Rücken, die wissen, wie du fährst.
Klingt nach deinem Abend? Komm auf unseren Discord — dort kündigen wir die nächsten Race Nights an, und du kannst einfach mal reinhören, bevor du das erste Mal mitfährst. Kein Vorwissen nötig, kein Druck.
Häufige Fragen
Was ist eine Race Night bei iRacing?
Ein fester Community-Abend, an dem eine Gruppe gemeinsam in einer selbst erstellten Hosted-Session fährt: freies Training, Qualifying und Rennen, begleitet vom Discord-Voice-Chat und einem gemeinsamen Debrief danach.
Brauche ich eine bestimmte iRacing-Lizenz, um mitzufahren?
Nein. In einer Hosted-Session unter Community-Mitgliedern spielt deine Lizenzstufe keine Rolle. Auch als frischer Rookie kannst du direkt mitfahren, ohne in ein großes Feld fremder Fahrer geworfen zu werden.
Was kostet die Teilnahme an einer Race Night?
Für Mitfahrende nichts extra. Eine Hosted-Session zahlt nur der Host, aktuell rund einen halben Cent pro Minute Sessiondauer (Stand 2026). Ein aktives iRacing-Abo brauchst du natürlich trotzdem.
Warum fahrt ihr in einer eigenen Session statt in offiziellen Rennen?
Damit alle im selben Rennen landen. Offizielle Rennen werden bei großen Feldern nach iRating in Splits aufgeteilt, sodass man Bekannte oft gar nicht sieht. In einer Hosted-Session gibt es keine Splits und keinen Wertungsdruck.
Was ist ein Split bei iRacing?
Wenn sich für ein offizielles Rennen zu viele Fahrer anmelden, teilt iRacing das Feld in mehrere parallel laufende, eigenständige Rennen auf — sortiert nach iRating. Jeder Split hat eigene Startaufstellung, Ergebnis und Punkte.
